Familienurlaub

Bild

Urlaub mit der (Groß-)Familie ist so eine Sache. Es kann richtig gut laufen, und wenn man ein eingespieltes Team ist, klappt es meistens. Anders, wenn man seit Jugendtagen nicht mehr zusammen unterwegs war und sich inzwischen ganz unterschiedliche Gewohnheiten und Temperamente entwickelt haben…dann knirscht es zuweilen im Gebälk. Aber auch das kann eine wertvolle Erfahrung sein, aus der man lernt. Ich zum Beispiel weiß jetzt, dass

  • man mit sechs Personen ein Ferienhaus benötigt, das genügend Zimmer, Türen (zum Schließen) und Rückzugsmöglichkeiten bietet.
  • ich mit einer sehr katholischen Seniorin nicht in den protestantischen Norden fahren sollte (vor allem nicht am heiligen Osterfest).
  • man nicht mit einem Neunsitzer neben einem Mercedes-SL parken darf (damit hat die Familie jetzt nichts zu tun, aber schwierige Menschen trifft man überall, das erhöht den Stresslevel zusätzlich…).
  • eine Flasche Rotwein am Abend Wunder wirken kann.
  • die Erwachsenen mitunter mehr streiten als die Kinder.

Es war vielleicht nicht die reine Erholung, aber das ist Familie eigentlich nie und muss sie auch nicht sein. Die Menschen, mit denen wir blutsverwandt sind, haben wir uns nicht ausgesucht. Wir müssen uns mit ihnen auseinandersetzen, arrangieren, sie akzeptieren wie sie sind und wenn möglich auch liebhaben. Sie halten uns den Spiegel vor und treiben uns zum Wahnsinn. Dafür sind sie aber auch im Normalfall für uns da, wenn es hart auf hart kommt (naja, Einige davon). Und wir erfreuen uns um so mehr an unserer Wahlfamilie: den Freunden.

www.luetthuett.de

Advertisements

Austenmania

Bild

Es gibt zwei Arten von Menschen: diejenigen, die Jane Austen lieben, und die, die damit überhaupt nichts anfangen können. Mein erster näherer Kontakt fand etwa im Jahr 2000 statt. Eine Kollegin hatte zuhause einen Beamer und lud uns zu einem Filmabend ein – „ein BBC-Film“. Was wir nicht wussten: es handelte sich um die Verfilmung von Stolz und Vorurteil als Miniserie, Gesamtdauer ca. 5 Stunden. Wir verlebten einen superlustigen Abend und fingen bei jeder Szene mit Mr. Darcy (missmutig aus dem Fenster schauend oder am Kaminsims lehnend) an zu kreischen. Die Nacht war kurz, am nächsten Tag musste ich frühmorgens zu einer Messe fahren. Aber das war es wert. Seitdem bin ich infiziert. Ich habe alles gelesen, (fast) alle Verfilmungen gesehen, auch die modernen Versionen. Austen ist altmodisch, aber witzig, intelligent und manchmal erstaunlich modern. Die Verfilmungen sind ein Muss für alle Kostümfans.

Bücher

Jane Austen

  • Emma
  • Stolz und Vorurteil
  • Überredung
  • Northanger Abbey
  • Mansfield Park
  • Sinn und Sinnlichkeit
  • Die Watsons
  • Sanditon
  • Die drei Schwestern
  • Lady Susan

Helen Fielding

  • Bridget Jones‘ Diary
  • The Edge of Reason

Karen Joy Fowler

  • Der Jane Austen Buchclub

Joan Aiken

  • Elizas Tochter
  • Jane Fairfax
  • Die jüngste Miss Ward

 

Filme

  • BBC Miniserie Stolz und Vorurteil (mit Colin Firth, the one and only Mr. Darcy)
  • Sinn und Sinnlichkeit (mit Emma Thompson und Hugh Grant)
  • Überredung (mit Sally Hawkins)
  • Mansfield Park (mit Frances O’Connor)
  • Emma (mit Gwyneth Paltrow)
  • Northanger Abbey (mit Felicity Jones)
  • Lost in Austen
  • Der Jane Austen Buchclub
  • Miss Austen regrets
  • Geliebte Jane
  • Pride and Prejudice modern (2006)
  • Lebe lieber indisch

Links

 

Londinium

Bild

London und ich – ich und London. Es ist zu groß, zu laut, zu teuer und in der U-Bahn stinkt’s. Trotzdem liebe ich es. Wer zum ersten Mal dort ist, fühlt sich schnell überfordert von den vielen Möglichkeiten. Was tun, wohin gehen, was anschauen? Panik!!!  Nur die Ruhe, erst mal in einen Sightseeing-Bus steigen und eine Rundfahrt starten. Ist nicht billig, aber lohnt sich. Danach hat man einen (halben) Überblick. Jetzt nach Covent Garden, einen Cappuccino trinken und in den Markthallen schlendern. Oder einmal quer durch die Gassen von Soho. Bei schönem Wetter an die Southbank, Riesenrad fahren und an der Uferpromenade aus London und die Londoner auf sich wirken lassen. Falls es ein Museum sein darf: New Tate, National Portrait Gallery, Museum of London. Abends indisch essen. Für Flohmarktliebhaber: Portobello oder Camden Lock. Dort kann man eine gemütliche Bootsfahrt nach Little Venice unternehmen und fühlt sich gar nicht mehr wie in der Großstadt. Noch nicht genug? Dann mit dem Schiff nach Greenwich, den nullten Längengrad überschreiten. Abends ins Globe oder in ein Theater im Westend. Lust auf Grün? Holland Park, Regents Park, Hampstead Heath oder Battersea Park, fast gar nicht touristisch. Bedarf nach Getümmel und Gehopse? Brixton, Camden, Soho. Noch mehr Shopping? Überall, bloß nicht Oxford Street. Noch mehr Kultur – dann St. Paul, Westminster Abbey, Tower. Aufs Monument steigen. Eine Führung im Kensington Palace. Tee in der Orangerie. Ufz.

Literatur zu London:

  • Edward Rutherfurd, London
  • Elizabeth George, die Linley-Serie
  • Kerstin Gier, Rubinrot
  • Helene Hanff, 84, Charing Cross Road. Eine Freundschaft in Briefen
  • Für Eltern verboten: London. Der cool verrückte Reiseführer
  • John Sykes, 111 Orte in London, die man gesehen haben muss
  • Moleskine City Notebook London
  • Zadie Smith, London NW

Mama b(l)ockt

BildDie Sturheit ist mir in die Wiege gelegt – schon meine Vorfahren waren erwiesenermaßen große Sturköpfe und auch in der aktuellen Großfamilie ist das mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-wollen weit verbreitet. Blöd, wenn der eigene Nachwuchs die gleichen Eigenschaften entwickelt wie man selbst und dann zwei Böckchen aufeinandertreffen. Aber da der angeheiratete Familienpart ganz anders gestrickt ist, gleicht sich das meist wieder aus. Was nun tun mit bockigen Pubertieren, wenn man selbst so veranlagt ist? Dazu steht in den Erziehungsratgebern eher nichts. Also erst mal durchatmen, zurücktreten. Leichter gesagt als getan. Kritisch wird es immer, wenn

  • Kind nicht essen will, was ich in mühsamer (weil meist kochunlustiger) Zeit in der Küche produziert habe
  • Kind nicht aufstehen will
  • Kind nicht ins Bett will
  • Kind nicht mit zur Oma/Tante/Freundin etc. mit will
  • Kind Zimmer nicht aufräumen will
  • Kind keine Lust auf Hausaufgaben, Musikinstrument üben, MIthilfe im Haushalt (oh oh, let’s not go there) hat
  • die Gesamtfamilie mal wieder meint, sich in einem Hotel mit All-Inklusive-Service zu befinden
  • die Mutter anruft, um zu lamentieren
  • zu viele Dinge auf einmal passieren und das Mauseloch verstopft ist, in das man sich zurückziehen will…
  • die Liste ließe sich endlos fortführen, aber das hilft ja auch nicht.

Was hilft, ist ein geduldiger aber auch ehrlicher Partner, der einem immer mal wieder den Spiegel vorhält… und das Ganze mit Humor erträgt. Und ein bisschen an sich arbeiten….und öfter mal an die bockigen Vorfahren denken.

Ich blogge also bin ich

Bild

Der Blog-Anfänger sucht in den Tiefen des Internets nach Anleitungen und anderen Blogs, die als Vorbild und Inspiration dienen könnten. Dabei fragt man/frau sich irgendwann „warum eigentlich tue ich das?“ Es gibt sicher unterschiedliche Beweggründe, zum Blogger zu werden. Bei mir war es weniger das Bedürfnis nach Ruhm und Geld, sondern vielmehr die Lust, mich mit einem für mich neuen Medium auseinanderzusetzen und dabei vielleicht mehr oder weniger, zufällig oder nicht, eine kleine Gruppe von Menschen zu treffen, die das, was ich hier publiziere, interessant, hilfreich oder lustig finden. In erster Linie sind das natürlich Freunde und Familie. Früher habe ich Tagebuch geschrieben, gewichtige und schwülstige Machwerke in meiner Jugend, die mich glauben ließen, ich sei die nächste Simone de Beauvoir. Heute kann ich nichts davon mehr lesen oder ertragen. Aber ein Mitteilungsbedürfnis bleibt, und das Schreiben hilft, die wirren Gedanken zu ordnen (wenn auch nicht den Kleiderschrank geschweige denn die Küche). Und so stoße ich bei der Recherche auch auf vielerlei Artikel, Seiten und andere schöne Blogs.

Brand eins – Bloggen, weil man muss

Sabine Bohlmann

Sabine Bohlmann (keine Ahnung, warum sie zwei Websites hat, sind aber beide schön)

Mamas Kram

Anleitung Blog erstellen

 

 

Bücherlisten

BildUnser Buchclub wurde 2009 an einem cocktailgeschwängerten Abend von mir und einer Freundin in einer nahegelegenen Kneipe gegründet. Weil wir unabhängig voneinander schon länger davon geträumt hatten. Es fanden sich weitere lesefreuige Frauen, die sich seither alle zwei Monate treffen. Eines unserer ersten Bücher war „Das Siegel der Tage“ von Isabell Allende. Die Autorin spricht darin von sich und ihren Freundinnen als „Frauen vom ewigen (oder immerwährenden) Durcheinander“, und diese Bezeichnung schien uns so passend, dass wir uns „Buchclub vom immerwährenden Durcheinander“ genannt haben. Mit Kindern, Verwandtschaft, Job, Selbständigkeit, Haushalt und sonstigem Leben befindet man sich automatisch im ständigen Chaos. Also ruhig bleiben und ein Buch lesen…

2010

  • Martin Suter, Der Koch
  • Siri Hustvedt, Was ich liebte
  • Katharina Hagenbach, Der Geschmack von Apfelkernen
  • Steinun Sigurdatottir, Sonnenscheinpferd
  • Isabel Allende, Das Siegel der Tage

2011

  • Christa Graf, Damit Du mich nie vergisst
  • Matthias Geschwitz, Endlich mal was Positives
  • Sofi Oksanen, Fegefeuer
  • Philip K. Dick, Blade Runner
  • Paul Mesa, Die kleine Göttin der Fruchtbarkeit
  • Lars Saabye Christensen, Der Halbbruder
  • Tolstoi, die Kreutzersonate

2012

  • Paul Auster, Buch der Illusionen
  • Alexandre Jardin, Die Insel der Linkshänder
  • Knut Hamsun, Segen der Erde & Hunger
  • Hanns-Josef Ortheil, Die Erfindung des Lebens
  • Pascal Mercier, Perlmanns Schweigen

2013

  • Ian McEwan, Am Strand
  • Petra Hauser, Das Glück ist aus Glas
  • Marlene Haushofer, Die Wand
  • Jean-Paul Sartre, Das Spiel ist aus
  • Suzanne Collins, Die Tribute von Panem
  • Charles Dickens, Eine Weihnachtsgeschichte

Buchclub

BildManchmal liest man Bücher, die man sich nicht selbst ausgesucht hat. So auch ich. Mit anderen Lesefreudigen treffe ich mich seit ein paar Jahren regelmäßig zum gemeinsamen Besprechen von zuvor gewählten Büchern. Wir haben eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres hinter uns und dieses Jahr stehen folgende Bücher auf dem Programm:

  • Alice Munro, Die Liebe einer Frau
  • Elif Shafak, Als Mutter bin ich nicht genug
  • Albert Camus, Der Fremde
  • Herta Müller, Niederungen
  • Doris Knecht, Besser
  • José Saramago, Stadt der Blinden

Wer auch immer eines dieser Bücher gelesen hat und Gutes oder Schlechtes dazu bemerken möchte, nur zu…

Nachahmenswert

Bild

Wir müssen nicht heute noch die Welt retten, aber wir können kleine nette Dinge tun, die auch noch Spaß machen und uns neue Menschen treffen lassen. Außerdem ist Ausmisten gesund fürs Gemüt und bringt neue Energie ins Haus.

Tischtausch

Kleidertausch

gebrauchte Fahrräder

Carsharing

Bahnhofsmission (freut sich über Decken, Rucksäcke, Schlafsäcke, gut erhaltene robuste Kleidung uvm.)

Bücherschrank